Das Eschbachtal – die Grenze des Bergischen Landes?

Man lernt nie aus. Endet das Bergische Land im Eschbachtal?

Da gibt es doch eine Webseite mit dem schönen Namen www.dasbergische.de.

Oh, dachte ich bei mir, mal sehen, was es da zu Remscheid, Solingen, Schloß Burg etc. gibt. Ich staunte nicht schlecht. Laut der Webseite endet das Bergische Land in Wermelskirchen.

Die Bergischen Drei sind dann quasi ausserhalb des Bergischen Landes angesiedelt. Wuppertal, Solingen und Remscheid gehören nicht mehr dazu?

Das ist ein typisches Beispiel für kleinkariertes Denken. Auch die Grenze zwischen VRR und VRS verläuft zwischen Remscheid und Wermelskirchen, so dass der Verkehrsverbund bei Remscheid vom „Zonenrandgebiet“ spricht.

Ja die DDR scheint wiederauferstanden. Das erinnert an die Kleinstaaterei, die Napoleon vorgefunden hat. Es fehlen nur noch die Balken am Ortseingang und Ortsausgang.

Dass aber auch auf mit Steuergeldern finanzierten Webseiten so kleinlich vorgegangen wird, zeigt sehr eindrücklich, wie weit der Horizont reicht.

Na dann!

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2 Kommentare

  1. Inwards

    So ist das aber leider. Ein bergisches Zusammengehörigkeitsgefühl gibt es nicht. Viel krasser äußert sich das in der Tatsache, das auch die Städte und Gemeinden die am Rhein liegen dazu gehören, obwohl sie nur teilweise eine bergige Topologie aufweisen, aber eben historisch bergisch sind. Im Gegensatz dazu werden dann Gebiete die topologisch wie Schwelm etc. dazu gezählt obwohl sie nie bergisch waren. Mach was dran!
    Ich selber bin aus Leverkusen, und mir kam der Umgang seitens der Bewohner des „bergischen Städtedreiecks“ immer sehr kleinkarriert vor (habe in W´tal studiert). Bei der Bemerkung Leverkusen, Langenfeld usw. gehören auch dazu bekam ich immer nur Kopfschütteln zu sehen.
    Und solange das so ist wächst da nix zusammen.
    Es gibt auf der Auobahn A1 und A46 braune Schilder mir Schloss Burg drauf, die in irgendeiner Weise (so verstehe ich das) eine Grenze markieren sollen. Dem geneigten Besucher entgeht aber, dass er sich seit der Überquerung des Rheins auf bergischem Boden befindet. Wer traut sich die Schilder auf der jeweiligen Rheinbrück zu montieren, wo sie eigentlich hingehören.

    • Michael Mahlke

      Ich finde ihren Kommentar richtig gut und zutreffend. Ich habe auch in Wuppertal studiert und in Remscheid und Solingen gearbeitet. Aus meiner Sicht hat Remscheid die schlechtesten Karten und müßte sich besonders bemühen. Darüber hinaus bräuchten wir einen Rhein-Wupper-Ticket für ca. 60 Euro pro Monat, damit wir uns zwischen Köln, Düsseldorf und Wuppertal mit Leverkusen, Remscheid, Solingen, Hitdorf etc. bewegen können. Denn das ist der reale Ballungsraum und würde den Autoverkehr und die Umwelt sehr entlasten.

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