Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Ende März 2014 geht es los. Dann gibt es richtig gute Veranstaltungen für uns im Bergischen Land und darüber hinaus. Es geht um Kultur pur aus Anlaß des 1. Weltkriegs und der heutigen kriegerischen Zeit.

Hajo Jahn und Ulriker Müller von der Else-Lasker-Schüler Gesellschaft ist es gelungen, gemeinsam richtig interessante Menschen zusammenzubringen, die uns als Publikum etwas geben und zeigen wollen. Im Geist von Else Lasker Schüler wurde ein großartiges Programm zusammengestellt.

Info zur Pressekonferenz XX Forum Else-Lasker-Schüler

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Mit viel Engagement wurde ein Programm zusammengestellt, das von dem Regisseur Andreas Schäfer, dem Museumsleiter Dr. Rolf Jessewitsch, Ulrike Müller und Hajo Jahn als Vertreter der Else-Lasker-Schüler Gesellschaft vorgestellt wurde. Dr. Schlieper vom Landschaftsverband war ganz begeistert. Brücken zwischen Geschichte und Gegenwart werden mit Zeitzeugen und Fachleuten geschlagen, Verlinkungen zwischen allen Kulturschaffenden werden mit Tanz, Performance, Theater, Vorträgen und vielem mehr in die Köpfe der Besucher gebracht.

Verbindendes Band ist sicherlich die Fotoausstellung mit Kriegsfotografien von Ursula Meissner. Zusammen mit dem Kurator Dr. Justinus Maria Calleen gelang es ein fotografisches Band zu erstellen, das in mehrfacher Hinsicht einzigartig ist.

Es verbindet Geschichte und Gegenwart von 1914 bis 2014, es gibt dem Kunstmuseum Solingen und der Else-Lasker-Schüler Gesellschaft und der Fotografin Ursula Meissner die Gelegenheit, etwas fotografisch und kulturell wirklich Großartiges darzustellen und es ist darüber hinaus eine wohl einzigartige Fotoausstellung, weil es sich um Kriegsfotos handelt, die die Größe und den Niedergang des Menschen durch die engagierten Aufnahmen von Ulrike Meissner zeigen.

Es sind Fotos jenseits von Hollywood – besser, stärker und wirkungsvoller.

„Die Natur des Bösen – Menschen hinter den Kriegen“ ist der Titel.

Dr. Calleen und Ursula Meissner entwickelten gemeinsam eine Ausstellung, die sicherlich zu den fotografischen Highlights der deutschen und wahrscheinlich internationalen fotografischen Szene im Jahr 2014 zählen wird.

Und zusammen mit den anderen künstlerischen Veranstaltungen ergibt sich so ein soziales Gesamtkunstwerk, das hoffentlich entsprechend dokumentiert und gefilmt wird, um später eine Gesamtschau zu ermöglichen.

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Seit 1999 kooperiert die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft mit dem Kunstmuseum Solingen. Hajo Jahn wies heute noch einmal darauf hin, daß Künstler als Opfer von Verfolgung im Dritten Reich bis heute in den deutschen Gesetzen nicht stattfinden. Daher ist das Zentrum für die Aufarbeitung und das Einbringen dieser Themen in die Gesellschaft so wichtig – und einzigartig.