Dieses Projekt ist beendet und existent. Hier habe ich immer wieder Momente mit Aussagen fotografiert und festgehalten.

Der Zwang diese Verpflichtung umzusetzen war gut und das Ergebnis kann sich sozusagen sehen lassen.

Zugleich wurde dies hier der Filter, um Fotografien für das Wupperartmuseum auszuwählen.

Alles hier ist regional und echt und ohne Hilfsmittel fotografiert worden.

Aber wie das so ist bei Gruppen und im Leben, Aufstieg und Blüte und Zerfall bedingen einander.

Weil ich hier so gearbeitet habe, arbeite ich jetzt anders.

Die tägliche Disziplinierung führte dazu nun thematisch und großzügiger zu denken.

Daher hat dieser Blog nicht nur gezeigt wie ich mich kontrolliere und Grenzen überwinde sondern er zeigt nun auch auf, was passiert wenn etwas passiert: es geht woanders weiter.

Insofern beende ich dies nun hier als Schwerpunkt täglicher Aufmerksamkeit meines Lebens und als Dokumentation von Wirklichkeit, die es so und so kombiniert nirgendwo gibt.

Rein organisatorisch bedeutet dies vom fast täglichen Moment als Foto zu ein oder zwei visuellen Notizen zum Zeitgeist pro Monat aus der Region.

Im Brennpunkt 2016 sind folgende Worte zu lesen:

„Das Wesen der Dinge – wie kann dieses fotografisch ausgelotet werden? Wie zeigt man das, was die Welt im Inneren zusammenhält und nicht
nur dessen Abbild oder Schein? Immaterielles ist nicht unmittelbar dokumentierbar. Kulturelle Strömungen und Zusammenhänge manifestieren sich insbesondere in alltäglichen Situationen, banalen Gegenständen, unscheinbaren Landschaften oder gesichtslosen Orten.
In seinen fotografischen Serien registriert, konserviert und reflektiert Stephen Shore diese Spuren menschlichen Lebens, die normalerweise übersehen und nicht als bildwürdig betrachtet werden.
Als Chronist des Unspektakulären zeigt er die Strukturen und sensiblen Zusammenhänge unserer westlichen Kultur auf. So wird der Akt des Fotografierens zum Versuch, sich seiner Selbst und seiner Umwelt zu vergewissern und durch Beobachtung tiefere Erkenntnis zu erlangen.“

Ich sehe mich heute thematisch irgendwo zwischen Shore und Spottorno.

Und der Akt des Fotografierens bleibt der entscheidende Moment der Selbstvergewisserung.

Bis dann!

Text 1.1