Es gibt auch in Remscheid drei Wahrheiten, die systematisch verdrängt werden:

  1. Wir wissen, daß Dieselfahrzeuge krebserzeugende Partikel ausstossen und doch sind die Autos allgegenwärtig und stoßen krebserzeugende Partikel aus. So giftig wie Senfgas und Asbest. Statt den ÖPNV mit einem Wupperticket zu fördern geschieht genau das Gegenteil.
  2. Wir wissen, daß die Feinstaubbelastung in Remscheid wesentlich zu hoch ist und dennoch wurden (und werden?) dicke Bäume abgeholzt.
  3. Wir wissen jetzt neu, daß wir systematisch und nachhaltig mit Quecksilber verseucht werden.
  4. Auf die bisher aufgezählten Probleme können wir Einfluss nehmen, auf den langen Schatten von Tschernobyl nicht mehr
  5. Und dann ist da noch die Sache mit dem Blei, das schon da ist und der Demenz – will das einer wissen?

Das ist übrigens in Wuppertal und Solingen ähnlich (und darüber hinaus).

Wie heisst es in der Studie?

„Quecksilber (Hg) ist ein Metall und kann, da es ein Element ist, weder chemisch oder biologisch abgebaut noch anderweitig zerstört werden. Es ist persistent und ändert lediglich seine Erscheinungs- oder Bindungsform. Es gelangt über natürliche, aber mehr noch über anthropogene Quellen in die Umwelt. Dort hat sich – wie bei anderen Metallen auch – im Laufe der Zeit ein „globaler Pool“ an Quecksilber aufgebaut, aus dem es kontinuierlich mobilisiert, verstoffwechselt (metabolisiert), abgelagert und wieder remobilisiert wird [2].
Quecksilber kann – insbesondere in Form bestimmter organischer Quecksilberverbindungen – beim Menschen auch schon in geringen Konzentrationen zu physischen Schädigungen führen.“

Wie man dann an dieser Grafik aus der Studie sieht, liegen die dicksten Brocken um uns herum. Welche Folgen Quecksilber hat,  kann man zudem hier sehr sachlich und klar lesen.

„Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken in Deutschland – Stand der Technik der Emissionsminderung“ (Kurzstudie)

„Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken in Deutschland – Stand der Technik der Emissionsminderung“ (Kurzstudie)

Und weil wir das wissen – geschieht nichts.

Oder doch? Lethargie? Frust? Keine Beteiligung an Wahlen? Wer weiß die Antwort?

Und nun?

Wenn wir woanders wären und wir würden hören, daß Menschen dort leben,

  • die krankmachenden Abgasen ausgesetzt sind,
  • massiv Gift aus der Luft ins Erdreich und die Atemwege eindringt und
  • die Umwelt nachhaltig immer mehr Schaden nimmt

Was würden wir da sagen?

Würden wir sagen, ihr müßt was tun?

Würden wir sagen, gut daß wir es zu hause besser haben?

Das können wir ja nun nicht mehr sagen.

Oder baut man stattdessen den ersten begehbaren Aschenbecher Deutschlands?

Wer weiß!

Nun haben wir das Wissen.

Jetzt wissen wir´s.

Wissen macht nichts.

Damit nicht genug.

Bei der Berechnung der Prognosen, daß wir immer älter werden, haben alle Statistiker die oben genannten Faktoren ja nicht mit berücksichtigt. Das gibt Punkteabzug.

Die Berechnungen sind also alle falsch, weil die Variablen nicht stimmen.

Und dabei stimmten die Zahlen doch vorher schon nicht.

Bis 67 arbeiten bedeutet also vielleicht sogar noch früher zu sterben, weil diese zusätzlichen Belastungen nirgendwo offiziell auftauchen. Stattdessen gibt es Propaganda pur amtlich gefördert, die das Gegenteil propagiert.

Wahrscheinlich interessiert dies sowieso niemand.

Aber für den Herrn und die Frau Niemand habe ich es hier aufgeschrieben.

Es ist gut, wenn niemand sagen kann, er habe es nicht gewußt, sonst hätte er/sie/es etwas getan.

Und zum Abschluß noch etwas Satire, wenn Sie hier klicken.