Endlich hat es gefunkt. Lange hat es gedauert.

Nach einem Besuch in Salerno im Rahmen der Angleichung europäischer Gesetze kam einigen Stadtverodneten die rettende Idee.

Wir machen es wie in Salerno. Dann lohnt sich asoziales Verhalten auch für die Stadt und nicht nur für die Asozialen.

Jede Zigarettenkippe enthält über 200 Giftstoffe, die absolut tödlich wirken und das Grundwasser ebenso verseuchen wie den Müll und die Umwelt, in der sie liegen.

Man kann es auch anders sagen.

Am Bahnhof in Remscheid ist der Boden dadurch absolut verseucht mit Arsen und Schwermetallen wie Blei, Kupfer, Chrom und Cadmium. 

Und auch am Markt sind die einzigen kleinen Sitzgelegenheiten rundherum verseucht.

Überall dringen Giftstoffe in den Boden ein und kontaminieren ihn.

Wenn dann auch noch dort kleine Kinder spielen, kann man zuschauen, wie sie mit Schwermetallen in Berührung kommen.

Seltsamerweise würde sich jede Mutter wehren, wenn ihr Kind irgendwo mit giftigen Stoffen in Berührung kommt. Aber bei Zigarettenkippen gelten irgendwie andere Regeln.

Auch an Bushaltestellen gilt leider zu oft austreten und wegwerfen.

So verseuchen einige Menschen in Remscheid unser aller Umwelt. Über den Regen kommen die Giftstoffe dann ins Grundwasser und von dort ins Trinkwasser.

Aber jetzt hat die Stadt eine Lösung gefunden. Von Salerno lernen heißt siegen lernen.

Jeder weggeworfene Zigarettenstummel kostet 1000 Euro Strafe. Allein auf meinen Fotos sind schon ca. 200.000 Euro zu sehen.

So kann die finanzielle Situation der Stadt Remscheid innerhalb kürzester Zeit wesentlich verbessert werden.

Wie sagte mir jemand kürzlich? In Dänemark wäre so eine Schweinerei nicht möglich.

Vielleicht hilft die neue Regelung, gute EU-Standards aus anderen Ländern zu übernehmen.

Nötig wäre es, damit Remscheid keine komplette Müllkippe wird.

Aber wahrscheinlich kommt es anders.

Damit aber nicht genug.

Remscheid kann auch noch Schulden abbauen.

Wie das geht?

Die Antwort liegt auf der Strasse.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Jeder Hundeköttel sollte 150 Euro kosten. Allein auf diesem Foto sind 5150 Euro zu sehen, die der Stadtkasse entgangen sind. Da lohnen sich sogar Neueinstellungen.

Dann hören solche Ekeligkeiten auf der Strasse – auf der Haupteinkaufsstrasse direkt an einem Cafe – hoffentlich irgendwann auf.