Bei der Eröffnung 2011 schrieb ich, dass sich hier die Unwirtlichkeit unserer Städte im Sinne von Alexander Mitscherlich wieder einmal erfüllt.

Menschen werden so wie ihre Umgebung, wenn man nicht aufpasst. Dazu gehört auch die Architektur.

Und kann man sich an Hässlichkeit gewöhnen?

Es geht bei mir nicht. Die Fussgängerbrücke bleibt in meinen Augen eine Ausgeburt an Hässlichkeit, wie ein Skelett ohne Fleisch, wie abgenagte Knochen oder ein Rohbau. Es ist keine Brücke, es ist eine Laderampe auf Stelzen.

Früher war bestimmt nicht alles besser aber früher war die Schönheit für das Auge in der Architektur offenkundig vielfach besser ausgeprägt. Und dies hier ist für mich eine echte Zumutung für Menschen, die mehr verlangen als die nackte Existenz.

Aber vielleicht symbolisiert diese Brücke einen Zustand in der sozialen Entwicklung von Remscheid. Darüber könnte man sicherlich nachdenken.