Zwischen IKS und IHK – Imagebildung und Fotografie am Beispiel von Thomas Meyer

Thomas Meyer ist schon länger bekannt als selbstbewusster Unternehmer mit kulturellen Interessen. Nach den IHK-Wahlen wurde er nun zum neuen Präsidenten der IHK Wuppertal, Solingen, Remscheid gewählt und ist damit eine Person des öffentlichen Interesses.

Es ist interessant zu verfolgen wie sich dabei sein öffentliches visuelles Image verändert hat.

Fotos werden heute schnell konsumiert. Daher sind die unterschwelligen Botschaften sehr interessant, die man beim Anschauen aufnimmt und die Selbstdarstellung.

Vor der Wahl

Betrachten wir zunächst das Foto im RGA als Thomas Meyer als Kandidat genannt wurde. Der Fotograf/Fotografin des Fotos ist als privat gekennzeichnet und zeigt mir einen eher überarbeitet wirkenden Menschen, der mit Haltung in die Kamera blickt (ich komme zu dem Schluß, weil sein perfektes Outfit nicht zu den Bartstoppeln passt. Ich assoziiere dabei, dass er sich gerne noch rasiert hätte aber dazu nicht mehr gekommen ist). Das Foto wirkt wie ausgeschnitten und der Fotograf ist auf Augenhöhe beim Fotografieren.

Und tatsächlich ergibt eine weitere Suche, daß es sich um ein Teilfoto handelt. Das ganze Foto finden wir dann bei WZ-Newsline. Es zeigt, dass der Fotograf und Herr Meyer in einem Saal an einer Cafeteria-Theke standen und das Foto auf Augenhöhe erstellt wurde.

Nach der Wahl

Nach seiner Wahl gibt es ein Foto gemeinsam mit Friedhelm Sträter. Beide symbolisieren den Übergang und die Gläser stehen für die symbolische Verbundenheit und Freude. Thomas Meyer ist gewählt.

Auch dieses Foto ist auf Augenhöhe gemacht worden, wobei der Fotograf Martin Kempner geschickt versucht hat, die verschiedenen Längenmaße von Sträter und Meyer unter einen fotografischen Hut zu bekommen. Hier wirkt Thomas Meyer als Repräsentant der IHK schon farbig eins mit Friedhelm Sträter. Der Übergang ist vollzogen.

Im Amt

Nun ist er also im Amt und repräsentiert die IHK. Man sieht den Wandel an den neuen Fotos. Besonders bemerkenswert finde ich das Foto im Solinger Boten.

Nun ist es offenkundig ein Foto aus dem Fotostudio. Vor einem anthrazit wirkenden Hintergrund sehen wir Thomas Meyer mit verschränkten Armen und klarem Blick, ein leichtes Lächeln im Gesicht. Er wirkt entschlossen, abgegrenzt und repräsentativ. Mir gefällt das Foto obwohl Herr Meyer an sich mehr fotografische Möglichkeiten bieten würde.

Aber hier kommt es ja auf seine Funktion und Rolle an. Dafür ist das Foto sicherlich bestens geeignet. Leider wird nicht ersichtlich, woher es stammt und wer es gemacht hat.

Fazit

Wie man sieht ist die Fotografie im Kleinen wie im Großen immer noch sehr wichtig und unerläßlich, um Menschen in verschiedenen sozialen Zusammenhängen zu zeigen.

In solchen Fällen wirken die unterschwelligen Botschaften mehr als tausend Worte.

Insofern war es interessant an einem Beispiel konkret und lokal zu zeigen, wie sich Fotografien und Image ändern und verändern, je nach Aufgabe und Rolle im öffentlichen sozialen Leben.

Wünschen wir Herrn Meyer den Erfolg für seine Arbeit, den seine aktuellen Fotos vermitteln sollen.

 

← Vorheriger Beitrag

Nächster Beitrag →

2 Kommentare

  1. Wie kommen Sie denn auf die Idee, zu behaupten, wir wären kein kommerzielles Projekt?

    • Michael Mahlke

      Wenn es mittlerweile so ist, dann um so besser und viel Erfolg. Danke für die Info.

Schreibe einen Kommentar